Beitrag 16 / 2019: Spargel-Saison in OWL ist eröffnet

Der Delbrücker Spargelhof Grewing: Gut aufgestellt für Spargel-Kultivierung und -Vermarktung

Sehr geehrte Freundin, sehr geehrter Freund kulinarischer Genüsse,

nur zu gern habe ich als Portal-Moderator gemeinsam mit meiner Frau der Bitte von Hofbetreiber  Christian Grewing und Frau Nadine entsprochen, mir auch dieses Jahr wieder einen Eindruck rund um die Spargel-Kultivierung und – Ernte auf dem Spargelhof Grewing zu verschaffen. Und wir sollten einen besonderen Tag erleben.

Die Spargel-Kultivierung

Bei unserer Anreise früh am Morgen passierten wir bei frühlingshaften Temperaturen und strahlend blauem Himmel die ersten vom Spargelhof Grewing genutzten Felder, auf denen die folien-geschützten Spargeldämme unsere Aufmerksamkeit erregten.

„Spargelhof Grewing – Foliengeschützte Spargeldämme“ –
© Foto: U. Schmidt, 33615 Bielefeld

Bei der Folie, so erläutert uns Christian Grewing nach unserer Begrüßung anschließend auf seinem Hofgelände, handele es sich um eine transparente Anti-Tau-Folie, die für eine schnellere Erwärmung des Bodens sorge. So habe man bereits vor einigen Tagen mit dem Spargel-Stechen beginnen können.

Ernte-Regulierung

Im Interesse möglichst stabiler Erntemengen und größtmöglicher (Tages)-Frische des angebotenen Spargels nutze man die Vorteile einer Schwarz-/Weiß-Wechselfolie, um das Wachstum und die Qualität/das Aussehen des Spargels zu regulieren und die Produktion von Übermengen weitestgehend auszuschließen. So könnten Temperatur-Unterschiede von bis zu 5° Celsius ausgeglichen werden. Zudem könne ein Verkochen der Spargelspitzen in der Mittagsonne (die Spargelspitzen werden dann zu weich) verhindert werden.

Das Spargel-Pflanzen

Das Spargel-Gemüse, so Christian Grewing des weiteren, sei KEINE Jahres-Kultur. Vielmehr handele es sich beim Spargel um eine mehrjährige Staude, die je nach Bodenbeschaffenheit und Sorte mehrere Jahre beerntet werden könne. Da die Ernte-Ausbeute jedoch im Laufe der Jahre nachließe, kaufe er Spargelpflanzen (Wurzelstöcke) hinzu, um alljährlich möglichst gleich bleibende Mengen vorhalten zu können. Das folgende Bild ist eine aktuelle Aufnahme einer Spargelpflanzmaschine an einem Schlepper.

„Spargelhof Grewing – Das Spargel-Pflanzen“
© Foto: U. Schmidt, 33615 Bielefeld

Allerdings sei die Nutzungsdauer eines Feldes speziell für den Anbau von Spargel begrenzt. So sei nach einigen Jahren Fruchtwechsel angezeigt, damit sich der Boden regenerieren könne. Entsprechend würden auch die Pachtflächen von Zeit zu Zeit gewechselt.

Das Spargelschlemmer-Zelt

„Spargelhof Grewing – Spargelschlemmer-Zelt“
© Foto: U. Schmidt, 33615 Bielefeld

Die generelle Nachfrage nach dem „Königlichen Gemüse“ sei offensichtlich ungebrochen. Schon seit Wochen, so Christian Grewing des weiteren, erreichten ihn Nachfragen, wann es denn wieder den ersten regionalen Spargel gäbe. Inzwischen habe man die ersten Reservierungen für Spargel-Vorbestellungen zur Abholung ab Hof entgegen genommen, und die Tisch-Reservierungen fürs Spargel-Schlemmerzelt häuften sich.

Ab 19. April 2019 offeriere man täglich das beliebte Mittags-Buffet für Personen-Grupen (ab 15 bis 20 Personen) mit dreiviertelstündiger Führung über das Hofgelände. Das Angebot werde gleichermaßen gern von Busgruppen, Autogruppen oder Fahrradgruppen genutzt.

Der Verkauf, die Verkaufsstellen

Als Spargel-Direktvermarkter bediene man die Kundschaft ab hauseigenem Hofladen und über Märkte mit Spargel-Verkaufshäuschen sowie über Kühltheken in Supermärkten  im Umkreis von bis zu 100 Kilometern.

Und sicherlich werden Sie auf Märkten unserer Region OWL schon die ersten markanten Spargel-Verkaufshäuschen gesehen haben.

„Spargelhof Grewing – Mobiler Verkaufswagen“
© Foto: U. Schmidt, 33615 Bielefeld

Und natürlich käme der Spargel sorgfältig vorsortiert nach Kaliber, Krümmung und Aussehen in den Verkauf . Das gälte gleichermaßen für weißen wie für grünen Spargel.  Regionale Herkunftssicherheit und Frische seien weitere Attribute, die vom Verbraucher geschätzt würden. Eine Listung der Verkaufsstandorte können Sie aufrufen über den Link Spargelhof Grewing Verkauf

Mein Fazit: Das Königliche Gemüse stellt nicht nur in der Saison hohe Anforderungen an Planung und Logistik. Inhaberfamilie und Team sind gleichermaßen gefordert. Und als verantwortlicher Leiter hat Christian Grewing derzeit sicherlich keinen Achtstunden-Tag. Und auch Ehefrau Nadine Grewing habe ihren Zuständigkeitsbereich für Verkauf und Büro um situativen Service im Schlemmerzelt gern für Sie erweitert.

Die Familien Grewing samt Team freuen sich auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen eine genussvolle Spargelzeit.

Nachstehend die Daten des Spargelhofs:

Spargel Grewing
Inh. Christian Grewing
Lippstädter Str. 120
33129 Delbrück

Tel.: +49 (0)2948 1256
Mobil: +49 (0)160/5543950
E-mail: kontakt@spargelhof-grewing.de

Es grüßt Sie freundlich mitten aus OWL

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Moderator vom genuss-affinen Regional-Portal Kulinarisches-OWL.de)

Moderator vom deutschen Fleischer/Metzgerblog
Autor strategischer Sachbücher
Verlag: Strategie-Verlag Schmidt KG
Zurück zur Startseite

P.S. Zum PDF-Converter dieses Beitrags klicken Sie bitte den Beitrags-Titel
Dieser Beitrag ist für geraume Zeit auch gelistet unter „OWL – Genuss-affine Betriebe
P.P.S. Als Sympathisant der Gruppe “preisbewusster und anspruchsvoller Genießer von heute” werden Sie den Beitrag sicherlich gern Ihren Freunden kommunizieren:

Share Button

„Königliches Gemüse“

Sehr geehrte Freundin, sehr geehrter Freund kulinarischer Genüsse,

Spargel hat zur Zeit Hochsaison; Fleischereien und Gastronomiebetriebe der Region wetteifern mit phantasievollen Kreationen oder Kompositionen rund um das königliche Gemüse um Ihre Gunst, um die Gunst des „qualitäts- und preisbewussten, anspruchsvollen Genießers von heute“. Im Reigen der deutschen Spargelhöfe ist OWL ausgesprochen gut aufgestellt: Die Delbrücker Spargelroute liegt mitten in OWL und die Spargelstraße NRW läuft quer durch OWL. Dort, in Gütersloh empfängt der Gütersloher Spargelhof Schröder seine Kundschaft in einem symphatisch anmutenden, übersichtlich gestalteten Hofladen.

Der Spargel, so die erste Erläuterung durch die Inhaberfamilie Schröder, wachse dieses Jahr wärmebedingt besonders schnell; dadurch entwickle er überwiegend gleichmäßige, zarte Stangen mit fest geschlossenen Köpfen. Neben den Wetterverhältnissen habe auch die Spargelsorte, sowie der regional-typische Heidesandboden und dessen Kultivierung Einfluss auf die Qualität und letztlich das Geschmackserlebnis.

Zurzeit träfe man den hochgesteckten Qualitätswunsch des Kunden mit den Spargelsorten Thilim und Backlim am besten. Zwar sei der hiesige Heidesandboden für Spargelanbau bestgeeignet, – allerdings seien es insbesondere Spargelfelder, deren Ergiebigkeit bei monokultureller Nutzung schnell nachließe. Da man jedoch auf den  unmittelbar umliegenden Feldern sowie auf weiteren Feldern in der Sudheide von Rheda-Wiedenbrück außer Spargel u. a. auch Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren, Kartoffeln und Tomaten anbaue, könne man den jeweiligen Gemüseanbau/Feld von Zeit zu Zeit ändern und somit dem Spargel die besten Entwicklungs-Voraussetzungen ermöglichen.

Auch der OWL-Kunde erwarte heutzutage seinen Spargel „täglich frisch“. Gestochen werde mit Erntehelfern aus Osteuropa. Bevorzugt werde derzeit geschälter Spargel, der bereits einen Umsatzanteil von ca. 80 Prozent habe – Tendenz steigend. Zudem könne man dem Kundenwunsch nach regionaler Herkunft des Spargels entsprechen.

Die betreffenden Schälarbeiten nimmt der Spargelhof selber mit Hilfe einer Spargelschälmaschine vor. Im Verkaufsbereich Hofladen konkurrieren – fein säuberlich voneinander getrennt – einerseits „Jumbo-Spargel“ und andererseits in drei Klassen unterteilte Spargel-Stangen um Ihre Gunst, um die Gunst des „qualitäts- und preisbewussten, anspruchsvollen Verbrauchers von heute“.

Während der „Jumbo-Spargel“, wie es der Name schon vermuten lässt, unter allen vorgehaltenen Spargel-Stangen den größten Durchmesser besitzt, unterscheidet man auf dem Spargelhof zusätzlich drei Klassen:

Erste Klasse dick: 24 – 28 cm

Erste Klasse normal: 16 – 24 cm

Zweite Klasse 12 – 16 cm

Dritte Klasse ( auch „Suppenspargel“ genannt) 8 – 12 cm

Man nähme diese Unterscheidung ganz bewusst vor, betonen die Inhaber. Denn durch eine jeweils weitestgehend einheitliche Stärke des Spargels/Klasse habe der Käufer eine gewisse Garantie, die einzelnen Stangen gleichmäßig gar kochen zu können.

Ermöglicht wird die Unterscheidung mit Hilfe einer Sortiermaschine. Hierdurch hat der Gütersloher Spargelhof Schröder die Möglichkeit, die auf ein Förderband gelegten Spargelstangen zunächst einmal zu reinigen, um sie sodann in einem Kameraschacht mehrfach zu fotografieren. Computergesteuert, so erläutert Familie Schröder hierzu, könnten die einzelnen Spargelstangen sodann nicht nur nach Durchmesser und Länge, sondern auch nach Verfärbung, Krümmung und Rostanteil (= leicht braun gefärbte Stellen (Anm. d. Verf.)) unterschieden werden.

Ein wenig „zu früh für die Jahreszeit“ sei die Ergiebigkeit der Spargelfelder dieses Jahr recht zufrieden stellend. Der Spargel entwickle zudem bei schöner weißer Farbe  ein besonders feines Aroma.

Im Übrigen liefere man (fast) alles, was man zusätzlich zum Spargelessen braucht:  Kartoffeln, Schinken, Wein und Eier ausgesuchter Erzeuger. Ca. 70 Prozent des Spargelumsatzes mache man mit dem Endverbraucher, die restlichen 30 Prozent teilten sich regionale Gastronomiebetriebe und Fleischereien, erläutert Familie Schröder abschließend.

Ich grüße Sie herzlich

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Moderator des kulinarischen Info-Portals Fleischerei-Aktionen.de)

Impressum
laufend für Sie aktualisiert: Fleischerei-Aktionen.de/NRW.OWL
zurück zur Startseite Fleischerei-Aktionen.de

Share Button