Beitrag Nr. 26 / 2018: „Gutes vom Meierhof“ und die Marke „natürlich aus Lippe“

Sehr geehrte Freundin, sehr geehrter Freund kulinarischer Genüsse,

zum besseren Verständnis des hier folgenden Beitrags wird empfohlen, zunächst den Beitrag Nr. 25 / 2018 aufzurufen, der den Titel trägt

„“Gutes vom Meierhof“ im lippischen Leopoldshöhe – Die Erfolgsbausteine

Bestärkt durch die positive Resonanz seiner (Stamm)-Kunden auf sein individuelles, regionales Direkt-Vermarktungs-Konzept, so erläutert mir Ulrich Meier zu Evenhausen (Hofbetreiber von „Gutes vom Meierhof“ in Leopoldshöhe“ bei meinem Hofbesuch des weiteren, fühlte er sich in der Idee bestärkt, das Konzept über Kooperationen auf eine breitere Basis zu stellen. So habe er verstärkt Kontakt zu mittelständischen, landwirtschaftlichen Familienbetrieben im Lipperland gesucht. Und zwar habe er Betriebe mit gleicher Zielgruppe kontaktiert, die ihrerseits im Unterschied zu industrieller Massenfertigung Wert legen auf

  • „Qualität vor Quantität“,
  • Handgemachtes,
  • Frische durch kurze Wege (mit dem bedeutsamen Nebeneffekt der Umweltschonung)
  • und eine transparente Produktion.

Gemeinsam mit den ersten rekrutierten Kooperationspartnern habe man dann einen Kriterien-Katalog aufgestellt, der im Laufe der Zeit zu folgender Zielsetzung erweitert wurde

 

„Für das Label „natürlich aus Lippe“ wird garantiert im Kreis Lippe angebaut, produziert oder in lippischen Handwerksbetrieben hergestellt. Qualität und Frische, eine transparente und nachvollziehbare Produktion aus der Region Lippe, dies sind Ziele, die hinter dem Begriff „natürlich aus Lippe“ stehen.“

 

Nun sei ein regionales Naturprodukt natürlich ein Saison-Produkt, das nur begrenzt verfügbar sei. Es war somit die Herausforderung zu meistern, regionale Betriebe als Kooperations-Partner zu gewinnen, die als Familienbetriebe groß genug waren, Mengen zu produzieren, die ein auskömmliches Wirtschaften ermöglichen. Seit geraumer Zeit jedoch werde die Marke „natürlich aus Lippe“ von einer soliden Vielzahl von regionalen Kooperationspartnern getragen, die aufgrund ihrer oben gekennzeichneten Philosophie Ihnen als Verbraucher/In folgende Vorteile bieten:

Die einzelnen Partner sind zwar berechtigt, JEDEN zu beliefern, nutzen jedoch überwiegend die Kooperationspartner als Abnehmer. Denn die Produktionsmengen des einzelnen, so Hofbetreiber Ulrich Meier zu Evenhausen des weiteren, würden in aller Regel durch die Partner der Kooperation abgenommen. Hierdurch könnten Sie als Verbraucher im Lipperland davon ausgehen, auch in Ihrer Nähe einen Hof mit Hofladen zu finden, der ein breites Spektrum aus dem Angebot der Dachmarke „natürlich aus Lippe“ vorhält.

 

„“Gutes vom Meierhof“ – Partielle Aussenansicht“ – © Foto: U. Schmidt, 33615 Bielefel

Und selbstverständlich sei dieses breite Angebots-Spektrum auch auf dem Meierhof in Leopoldshöhe erhältlich, der sich aufgrund geeigneter Lagermöglichkieten auch als temporäre Sammelstelle für Anlieferungen profiliert habe.  Zudem fördere man den Kontakt zum Kunden durch gelegentliche Events, unter denen der „Hoftag zum 1. Mai“ dieses Jahr 6.000 (sechstausend) Besucher erfreut habe.

Aber als vorausschauender Unternehmer sieht Ulrich Meier zu Evenhausen auch die Gefahren, denen ein mittelständischer Familienbetrieb heutzutage ausgesetzt ist. So hätte auch manch ein Supermarkt den Regional-Trend erkannt und versuche, durch relativ weite Auslegung des Begriffs Region die mit dem Begriff generell assoziierten Vorteile für sich zu nutzen. Im Falle der Marke „natürlich aus Lippe“ könne der Kunde jedoch sicher sein,  Produkte einzukaufen, die von den Kooperations-Partnern im Kreis Lippe angebaut oder hergestellt seien. Zudem seien viele der Betriebe vielfach seit Generationen in der Region fest verankert und hätten als Direktvermarkter in Lippe eine nachvollziehbare Produktionskette.

Und entsprechend überzeugend  argumentiert der Meierhof-Betreiber, wenn er feststellt:

„Es ist besser, einen Erzeuger von Nahrungsmitteln vor Ort zu haben und den auch zu pflegen, statt Waren aus dem Ausland zu beziehen, die anonym und möglicherweise nicht kontrolliert produziert werden.“ Statt dessen würde der Erzeuger in Deutschland vielfach mit Auflagen und Gesetzen überzogen, die allenfalls ein Grossbetrieb stemmen könne. Im übrigen werde im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit zu wenig über Wirtschaftlichkeit und Rentabilität gesprochen. Denn ein Betrieb müsse auch beim Generationenwechsel finanziell gesund sein, um an den Nachfolger guten Gewissens übergeben werden zu können.

„“Gutes vom Meierhof“ -Ulrich Meier zu Evenhausen und „Legehennen in Freilandhaltung““
© Foto: U. Schmidt, 33615 Bielefeld

 

Der Betrieb, so Ulrich Meier zu Evenhausen abschließend, habe seine urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1378. Und er, Ulrich Meier zu Evenhausen sei der 12. Inhaber. Die Betriebsnachfolge als Generationennachfolge sei gesichert; denn sein Sohn Jan, der zur Zeit eine Meisterschule in Australien besucht, stünde schon in den Startlöchern. In Planung sei zudem die

„Nachhaltigkeitsstiftung Meier zu Evenhausen“

Die Anregung dazu liefere das Buch seines Vaters Theo Meier zu Evenhausen, das den Titel trägt „Die ökologische Lösung der Schuldenkrise“. Die Stiftung diene dem Ziel, „das Buch und dessen Philosophie in die Welt zu tragen“.

Nachstehend die Daten vom Meierhof

Gutes vom Meierhof 
U. Meier zu Evenhausen
Evenhausen 19
33818 Leopoldshöhe
www.gutes-vom-meierhof.de

 

Es grüßt Sie freundlich mitten aus OstWestfalenLippe

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt (Moderator vom genuss-affinen Regional-Portal Kulinarisches-OWL.de)
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